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Mittwoch, 13. November 2013

Vom Vegetarier zum Tierquäler

Es ist ja schon witzig, wie manche Leute versuchen zu diskutieren, wenn man einfach nur seinen Standpunkt äußert. Man sagt einen einfachen Satz "Ich mach jetzt dies und jenes" und schon werden einem Nachteile aufgelistet, nach denen man überhaupt nicht gefragt hat und die subjektiv sind. In der vergangene Woche hatte ich nun etwas mehr Zeit und habe mir Gedanken gemacht, wie ich mir die Zeit vertreiben kann. Dabei sind mir dann meine Katzen in den Sinn gekommen, die nun leiden müssen. Und dieses "leiden" scheinen einige Leute ja echt ernst zu nehmen. Um was geht es? Um einen Clicker, einen Targetstab und Unmengen an Leckerchen. Wie kann ich dies nur meinen beiden zumuten? Sie sollen doch schließlich tun und lassen was sie wollen. Sie sind ja Katzen. Ja genau, sie sind Katzen und wenn sie keine Lust drauf haben, dann machen sie es auch nicht. Und ich werde meine Wohnung jetzt nicht mit Rollrasen auslegen und mir ein paar Mäuschen holen, damit sie ihrer Natur nachgehen können ;-) Das Prinzip des Clickertrainings ist relativ leicht. Die Mietz macht etwas, was ich möchte, dann clickt es und sie bekommt ein Leckerchen. Der Targetstab dient dann dazu, die Katze zu lenken. Z.B. das sie Männchen macht oder von einem Stuhl zum anderen springt, immer mit dem Gedanken, wenn sie an den Stab stupst, bekommt sie eine Belohnung. Natürlich würde es auch ohne den Clicker funktionieren, aber wie ich in den ersten Tagen gemerkt habe, macht es es um einiges einfacher.
Da ich ja zwei Katzen habe, ist es manchmal ganz schön kompliziert zu üben. Die alte Dame wartet zwar schon mal, aber irgendwann möchte sie eben auch dran kommen. Da beide auch einen ziemlichen Altersunterschied haben und man Perserkatzen nicht unbedingt eine besondere Intelligenz nachsagt, muss natürlich das Training auch etwas angepasst werden. Mit Lea übe ich vorrangig das "Männchen machen", da sie dies schon immer gut konnte. Aber ich bin guter Hoffnung, dass irgendwann auch das "Dreh" und Springen über ein Hindernis klappt. Mein dicker Peter ist schon ein wenig weiter. Es dauerte nur etwa anderthalb Tage, bis das Kommando "Dreh" saß. Dies klappt sogar rechts und links herum, nur nicht zu oft, sonst bekommt er ja einen Drehwurm. Nun gewöhne ich ihn an den Targetstab(der übrigens nur aus einem Blumenstab und einem Tischtennisball besteht, ein Dank an meine Mama :-))
Manchmal versucht er sich durch Schmusen mit dem Stab ein Leckerlie zu ergattern, aber da muss man einfach konsequent bleiben. Es gibt nur eins, wenn er mit seiner Nase den Ball an der Spitze berührt. Heute übten wir dann auch das "Männchen machen". Die ersten Male wollte er nach dem Stab hauen hat und ihn mit seinen Krallen festhalten, dafür gab es natürlich keine Belohnung. Aber schlau wie er ist, hat er es schnell begriffen und blieb danach auf seinen Hinterbeinen sitzen, sodass er nicht nach dem Stab "greifen" musste. Ich freue mich darüber, wie engagiert beide bei den Übungen sind, sei es auch nur wegen der Kaustangen :-) Es macht ihnen scheinbar wirklich Spaß und mir natürlich auch, da man schon rasch Erfolge sehen kann. Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich ein bisschen mit seinem Tier beschäftigen möchte. Werdet zum Tierquäler :-) Da ich nur zwei Hände habe, kann ich während einer Übung keine Fotos machen ;-)

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