Montag, 18. November 2013
Vegane Köstlichkeiten und zdf@bauhaus
Gestern war ich zu einem veganen Kaffeeklatsch eingeladen. Die Goldene Rose in Halle liegt in der Nähe vom Markt und ist von Außen eher unauffällig. Von Innen strahlt die Lokalität eine gewisse Ruhe aus, die durch üppige Sofas und alte Tapete erzeugt wird. Gleichzeitig ist schon auf den ersten Blick sichtbar, dass dies eher Räumlichkeiten für Studenten und Künstler sind.
Es gab einiges an Kuchen aber auch Herzhaftem zur Auswahl. Von Kokos-Pfirsich-Schnitten und Marzipankartoffeln über warmen Apfelstrudel und Heidelbeertarte bis hin zu Baguette mit Schnittlauchsalat und mediterranen Broten. Alles konnte gegen eine kleine Spende, deren Höhe man selbst wählte, probiert werden. Natürlich konnte man sich auch etwas von der Getränkekarte bestellen. Aus meiner Sicht war die Kaffeerunde gut besucht und einige Kuchen schon nach kurzer Zeit vergriffen. Nachdem man erst einmal gesättigt war, hielt eine der Besucherinnen einen Vortrag über "Vegan und Yoga".
Sie erzählte erstmal, dass sie eigentlich schon als Kind nie Fleisch essen wollte und der Auszug aus ihrem Elternhaus eine Art Befreiung war, denn nun konnte sie niemand mehr "zwingen" totes Tier zu essen. Irgendwann kam sie dann zum Yoga und sie machte erneut einen Wandlungsprozess durch, der ihrer Meinung nach ganz automatisch passierte. Leider merkte man schon am Anfang, dass die gute Dame spirituell sehr angehaucht war, was mir ein wenig das Interesse am Vortrag nahm. Natürlich glaube ich an andere Kräfte, ein Leben nach dem Tod und das alles was passiert, etwas Gutes nach sich zieht, aber ich werde mein Wasser jetzt nicht 15 Minuten kochen lassen, damit dieses sich mit Energie aufladen kann und mein Wohlbefinden steigert. Einer der anderen Gäste wollte wissen, ob man diese Energie messen kann und typisch Spirituell, wäre ihr dies egal, sie merkt es an ihrem Körper und braucht keine Messungen, wir sollten es einfach alle mal ausprobieren. Eine sehr gewagte These war, dass es bei den Dinosauriern Fleisch- und Pflanzenfresser gab und diese sind ja irgendwann ausgestorben. Und da es bei den Menschen nun auch "Normalos" und Veganer gibt, wartet sie darauf, wann wir irgendwann aussterben. Meine sehr ordnungsliebende Deutschlehrerin hätte wohl "Thema verfehlt" unter eine solche Aussage geschrieben. Witzig fand ich auch die Aussage, dass Heavy Metal die Aura zerstört und es schon einen Grund dafür gibt, warum bestimmte Menschen solche Musik hören. Keiner würde sich dies freiwillig antun. Ich musste ja schon ein wenig grinsen und war etwas traurig darüber, dass sich scheinbar kein Metalfan im Raum befand. Über dieses Thema könnte man in einer guten Konstellation sicherlich auch stundenlang diskutieren. Sie erzählte auch noch, dass Yoga etwas damit zutun hat den Körper zu reinigen und unter Umständen eine Erleuchtung zu bekommen,so wie einige Gurus die sich nur von Licht und Wasser ernähren können -> Na hoffentlich geht mir nie ein Licht auf :-D
Und wer heute Abend nicht Bauer sucht Frau gucken möchte,kann ja mal bei ZDF Kultur reinschauen und Anna Depenbusch lauschen, vielleicht entdeckt mich ja jemand :-)
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