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Donnerstag, 14. November 2013

Tai Chi - alle guten Dinge sind drei

Einatmen, Ausatmen, Wurzeln verankern uns fest im Boden und der goldene Faden zieht uns wieder nach oben...immer und immer wieder. Der Kurs hatte bis zu diesem Zeitpunkt sein Ziel erreicht, ich war entspannt und gelöst, obwohl die Grenze zum Gelangweiltsein schon leicht überschritten war. Aber ich schloss die Augen und nahm bei jedem Einatmen die Arme nach oben und beim Ausatmen gingen sie langsam wieder nach unten...ich konnte abschalten und machte mir mal keinen Kopf darüber,ob meine Bewegungen jetzt blöd aussehen würden. Vielleicht lag es auch daran, dass Frankenstein neben mir stand und alles neben ihm wie Kunst aussieht ;-) Es gab natürlich auch bei dem ein oder anderen wieder leichte Koordinationsschwierigkeiten. Eine andere Teilnehmerin erzählte, dass Menschen, die als Babys nicht gekrabbelt sind, Probleme mit der richtigen Koordination haben. Vielleicht liegt es aber heutzutage auch am Mangel der Bewegung. Viele können mit dem 10-Finger-System schreiben, aber wenn sie dann auf einem Bein stehen sollen,den anderen Fuß in die eine Richtung und die Hände in die andere Richtung kreisen sollen, dann sehen sie ziemlich albern aus. Ich lauschte der Musik und fragte mich, was sie da wohl singen. Es war natürlich chinesisch und sie hätten auch einfach singen können "Ihr seht so blöde aus,ihr seht so blöde aus...", wir hätten es ja eh nicht verstanden ;-) Nachdem ich mich also mit dem Schicksal abgefunden hatte, dass ich bis Anfang Dezember einfach nur das Atmen üben werde, kam die Wendung. Unser Trainer erzählte noch etwas über die chinesische Lehre von Yin und Yang und dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren zu einem Ganzen. Ziel unseres Kursen sei es, ein kleine "Choreografie" von 5 Bildern zu lernen. Die 5 Bilder sind die 5 Elemente und bei den Bewegungen wird eine kleine Geschichte erzählt. Wer wissen möchte,wie dies mal aussehen sollen, hier ein kleines Video. Wie man am Anfang der Übung sieht, bückt sich der Mann. Dies sollte dann heute auch eine Partnerübung sein. Allerdings brauchte er erstmal ein Opfer um den anderen zu zeigen, was sie tun sollen. Und wen wählt er? MICH!!!Ausgerechnet mich. Er dachte sich vermutlich weil ich die Jüngste bin, ist die Chance,dass ich noch halbwegs beweglich bin, relativ hoch. Oh man. Also sollte ich in die Hocke gehen und dabei die Fersen am Boden lassen. Da es eine Partnerübung sein sollte, reichte er mir seine kalt-schweißigen Hände...Na gut,das war ja echt ein Witz, das schaffe ich auch ohne Hilfe ;-) Bei der zweiten Übung gingen wir dann gleichzeitig in die Hocke. Dabei sei es wichtig,einen großen Abstand zu haben, nur so sei es angenehm...also angenehm war für mich etwas anderes. Ich hatte eher das Gefühl als würde er mich die ganze Zeit zu sich rüber ziehen, aber ich blieb "hockfest". Die dritte Übung sollte dann die Krönung sein. Wir gingen wieder beide gleichzeitig in die Tiefe und wippten dann nach vorn und hinten...ähm ja...also die Durchführung war mit meiner Trainingspartnerin wesentlich angenehmer. Nun gibts aber wenigstens ein Ziel in diesem Kurs und er macht ein bisschen Sinn... Die erste Übung im Video ist übrigens das Element Wasser...Es wird dargestellt wie das Wasser nach oben steigt und zu einer Wolke wird. Dann regnet es wieder und es werden Flüsse und Bäche gefüllt. Aus diesen schöpfen wir Wasser...

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