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Sonntag, 17. November 2013

Jungerfernflug zum Mord

Es ist 1913, Professor Zuckerle hatte doch tatsächlich eine Zeitreisemaschine erfunden und stand nun vor dem Jungfernflug. Er hatte solche Hoffnung endlich das Herz von Elisabeth zu gewinnen, die Tochter der Familie von Donnerstein, die seine Arbeit finanzierte. Elisabeth sollte allerdings Rainer Maria Rilke (gespielt von einem Zuschauer) heiraten, der aber an einer heftigen Erkältung litt.
Kurz vor dem Start wurde bekannt, dass Rudolph von Donnerstein schon lange eine Affäre mit einer jüngeren Frau hatte, diese wollte er auch unbedingt mit ins Jahr 2013 nehmen, denn da wäre es sicherlich auch normal, mehrere Frauen gleichzeitig zu haben. Extra für den heutigen Anlass, war auch der Kaiser angereist (gespielt von einem Zuschauer) und somit war die "Völkerschlacht Donnerstein" mit vier Leuten voll besetzt und konnte nur ins Jahr 2013 starten, wenn alle Zuschauer im Stehen heftig mit den Armen wedeln. Zurück von der aufregenden Reise war der Kaiser völlig schockiert, dass Deutschland nun von einer Frau regiert wird. Der Geliebten von Herrn von Donnerstein ging es nach der Landung sichtlich schlecht und sie starb wenige Minuten später. Alle waren ratlos, aber da kam zum Glück die US- Security, die durch ihre Abhöraktion schon längst von der Zeitreise erfahren hatte. Sie ließen Magdalena optuzieren und fanden heraus, dass sie an einer Arsen-Vergiftung gestorben war...Wer war bloß der Mörder???
Natürlich ist dies nur ein Bruchteil der Geschichte, aber ich möchte ja auch nicht zuviel verraten. Das Spiel überzeugte nicht durch ein tolles Bühnenbild und Requisiten, sondern durch viel Witz und Charme. Immer wieder wurde aktuelles Zeitgeschehen mit eingebaut und sorgte so für viel Gelächter. So lernte z.B. der Professor Zuckerle auch, dass man in der Zukunft jedes Problem "googelte" und die US-Security fragte doch tatsächlich, ob dieses Google zum Hirntod führen würde. Als dann Magdalena starb, war die Frau von Donnerstein aber ganz stolz, dass man 1913 Probleme auch ohne Google lösen konnte.
Insgesamt waren es 5 Akte, zwischen denen es neben einem Gang auch immer viel Zeit für Raucher und Getränkewünsche gab. Organisatorisch eine gute Leistung und der Gast fühlte sich rund um gut betreut. Eigentlich waren es vier Gänge, aber ich war so in ein Gespräch vertieft, dass ich doch glatt vergessen habe, meinen Hauptgang zu fotografieren ;-) Es gab Falafel mit Kartoffelkuchen. Sonderwünsche wurden im Vorfeld angenommen und ohne Probleme umgesetzt. Ich hatte z.B. ein vegetarisches Menü und da ich Paprika nicht ausstehen kann, bekam ich ein Kürbis-Ingwer-Süppchen. Auch die Getränkekarte ließ keine Wünsche offen und so konnte ich mir ein paar alkoholfreie Cocktails schmecken lassen. Es war zwar ein langer Abend, aber dennoch wirklich gelungen.
Wer also kurz vor Weihnachten noch ein passendes Geschenk sucht, kann sich ruhig überlegen, ob so etwas in der Art, vielleicht das Richtige wäre, ich kann es nur empfehlen :-) Hier noch ein kleines "Suchbild", wer herausfindet wieviele Gläser sich auf diesem kleinen Bild befinden, gewinnt ein Lächeln :-D

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