Seiten

Sonntag, 27. Oktober 2013

Statt Regen waren es Vögel

Als ich heute morgen wach wurde, dachte ich,ich höre die Regentropfen auf dem Fensterbrett und ein wenig freute ich mich darüber. Ich legte mir schon ausreichend Ausreden zurecht und stand dann doch irgendwann auf. Aber was sah ich? Absolut keinen Regen. Es waren nur Vögel die vor meinem Fenster hin und her hüpften und sich am Vogelhaus bedienten. Es hätte ja so schön sein könnnen ;-) Also nicht lange nachgedacht, kurze Laufhose und ein dünnes Shirt angezogen und raus ging es. Ich wollte heute mal eine andere Strecke probieren um so auch an Kilometern zu gewinnen. Gesagt,getan und so lief die erste Stunde wirklich gut. Dann nahm ich jedoch eine falsche Abbiegung und befand mich für kurze Zeit in einer Art Sackgasse, umgeben vom See und einen kleinen Sumpflandschaft. Leider fand ich keinen Weg um wenigstens halbwegs trocken um den See drumherum zu kommen und so lief ich wieder zurück. Die Laufschuhe die ich heute an hatte, habe im Anfang des Jahres schon einmal verflucht, da ich mir unter dem Fuß Blasen gelaufen habe. Bei den letzten Läufen haben sie mich aber positiv überrascht, sodass ich sie für den längeren Lauf heute wählte - ein fataler Fehler. Nach der ersten Stunde merkte ich dann, dass ich mir doch wieder Blasen lief, aber ich versuchte es zu ignorieren. Das ging auch etwa eine halbe Stunde gut, bis zum Schmerz im Fuß ein riesen Durstgefühl kam, dass ich auch mit Bonbonslutschen nicht weg bekam. Ich quälte mich mehr, als dass ich nur einen Funken von Glücksgefühlen verspüren konnte. Also entschloss ich mich, den Rest der Strecke zu walken. Ich hatte auch die Hoffnung, dass somit das Herzrasen nachlassen würde, was leider nicht der Fall war. Nachdem ich dann also über eine Stunde im straffen Tempo nach Hause lief, die Schuhe in die Ecke werfen und erstmal einen Liter trinken konnte, war ich doch ein wenig zufrieden. In der ersten Stunde konnte ich mein Tempo gut halten und schaffte fast 9km. Die restlichen 10km schaffte ich dann in 100 Minuten. Damit hätte ich so gar nicht gerechnet, aber so hat sich das Kämpfen doch etwas gelohnt. Erstaunlich auf meinem Lauf fand ich heute die Stadt Dessau-Rosslau! Sie ist für Fahrradtouristen ja ein beliebtes Ziel und der Elbe-Radweg hat wirklich viel zu bieten. Seit dem Hochwasser ist ein Teil des Weges zwischen Dessau und Wörlitz eine echte Katastrophe. Kleinere Löcher wurden mit Splitt aufgefüllt, was sicherlich gerade für Fahrer mit dünnen Reifen ein Spaß ist. Die größeren Löcher im hinteren Bereich, wurden dann gar nicht mehr behandelt. Man möge es sich in etwa so vorstellen. Der Radweg befindet sich auf einem Damm. Befahren konnte man diesen entweder nur noch rechts oder links,äußerst am Rand und mit großer Vorsicht, da sich auch dort teilweise tiefe Löcher befinden. Sollte man mal den Slamlom nicht ganz erfassen können und einen Teil vom Rest des Weges erwischen,so gleicht der einer Huckelpiste. Rille an Rille, teilweise umgeben von Schutt, das Fahren im Schritttempo ist schon nicht angenehm gewesen. So ging das also den ganzen Sommer und ich glaube nicht, dass ich alleine mich darüber geärgert habe. So. Nun ist Herbst, die Bäume neben dem Damm haben ihre Blätter einfach auf den Radweg fallen lassen und was macht die Stadt Dessau? Sie sperrt den RAD-Wander-Weg für die Durchfahrt mit dem Fahrrad. Leider hatte ich wie immer mein Handy nicht mit,aber das Bild von der Ausschilderung diverser Radwege und dahinter ein Durchfahrtsverbot für Radfahrer, ist schon echt kurios. Man hätte sich ja auch mal bemühen können, diesen instand zu setzen, aber nein. Hauptsache die Stadt ist nun bei Unfällen fein aus dem Schneider!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen