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Donnerstag, 24. Oktober 2013

Hatschi - Entschuldigung, Tai Chi

So, da ich ja mein Gesundheitskonto der Krankenkasse wenigstens etwas ausnutzen wollte, meldete ich mich zu einem Tai Chi / Qi Gong-Kurs an. Diese Kurse fallen unter die Rubrik Stressbewältigung und Entspannung, sollte also nicht schaden.
Der Altersdurchschnitt ist natürlich sehr gehoben, wie so oft bei Kursen der Volkshochschule. Ich bin die Jüngste, die nächste dürfte in etwa Mitte 30 sein. Unter den Teilnehmern befindet sich auch ein Mann.
Zu Beginn sollten wir uns erstmal alle in einen Kreis setzen und ein wenig klischeemäßig darüber erzählen wer wir sind und wie wir zu diesem Kurs gekommen sind. Ich war so ziemlich in der Mitte dran. Alle vor mir erzählten wie gestresst sie sind und das sie sich innere Ruhe von diesem Kurs versprachen. Natürlich hätte ich jetzt das Gleiche sagen können, gestresst bin ich manchmal auch, aber ich sagte ehrlich,dass ich einfach mal etwas Neues probieren wollte und beim Durchblättern des Angebotsheftes auf diesen Kurs gestoßen bin. Glücklicherweise schloss sich die Frau nach mir an und sagte ebenfalls, dass sie sich eigentlich gar nichts darunter vorstellen kann und einfach was probieren wollte ;-) Nunja. Nachdem also jeder wusste wer der andere war und es eigentlich auch schon wieder vergessen hatte, erzählte er noch ein wenig über die Geschichte und mir fiel auf, dass ich gar nicht wirklich zuhören konnnte. Nach einer halben Stunde gerede ging es dann los. Erstmal sollten wir im Kreis laufen. Ganz langsam so wie viele Bewegung bei den Übungen sind. Ich finde es eigentlich immer unpassend, wenn mich jemand daran erinnert, dass ich den Kopf frei bekommen und an nichts bestimmtes denken soll, denn genau in dem Moment schießen mir 1000 Gedanken durch den Kopf. Nunja. Dann ging es weiter mit ein paar Basisübungen. Erst einmal richtig stehen, den Körperschwerpunkt finden und festhalten. Dann eine gedachte Schüssel einmal um den Körper bewegen. Von vorne nach hinten,über den Kopf und wieder nach vorne,sodass man die Schüssel immer schön nach oben hält. Schon diese Übung sorgte für einige Koordinationsprobleme und eine flüssige Bewegung war es glaube nur beim Leiter :-D Aber er machte uns Mut, dass wir zum Ende des Kurses dieses schon mal können. Dann ging es weiter mit einer paar Atem-Bewegungsübungen. Beim Einatmen die Knie etwas durchdrücken und die Arme sanft nach oben nehmen, beim Ausatmen die Arme wieder senken und die Knie beugen. Ich möchte mich ja an dieser Stelle wirklich über niemanden lustig machen und ich will auch gar nicht wissen wie ich dabei aussehe, aber dieser Mann im Kurs sah wirklich witzig aus. Er hatte die Augen geschlossen. Seine Arme waren fast gestreckt als er sie nach oben sah und so sah er eher aus wie Frankenstein höchst persönlich der gerade erwachte :-D Es tut mir wirklich leid, aber das musste ich jetzt erwähnen. Dafür sage ich auch nicht wie unförmig er beim Hüftkreisen aussah ;-)
Dann sollten wir uns vorstellen, wie ein Puppenspieler langsam unseren Arm nach oben hebt und wieder nach unten sinken lässt. Bei dieser Übung soll man nach Möglichkeit keine Kraft aufwenden. Er erzählt,dass es in Asien so eine bildliche Vorstellung gibt, bei der man diese Übung macht und sich eine Fliege auf die Hand setzt und weil man in dem Moment keinen Muskel angespannt hat, fällt der Arm sofort nach unten. Ich glaube so wirklich ist es keinem gelungen das Ganze kraftlos durchzuführen. Ich weiß leider auch nicht was der Unterschied zwischen langsam und kraftlos in diesem Fall ist. Ist langsam gleich kraftlos?
Zum Schluss, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, sollten wir noch sämtliche Körperstellen ausklopfen, beklopfen und abklopfen. Ehrlich gesagt war dies fast das angenehmste der Stunde, was auch andere sagten. Ich bin darauf gespannt, was der Kurs noch bringt und wo er (mich) hinführt

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